Mit dem Meister zum Master (MBA)

  • Jul 10, 2020

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Mit der erfolgreichen Meister- oder Befähigungsprüfung zum MBA – auch in Fernlehre und ohne Matura (Abitur) möglich, denn der Meisterabschluss wird (einfach gesagt) dem Bachelorabschluss gleichgesetzt. Auch die Eintragung des Meistertitels ist seit Juli 2020 in Österreich möglich.

Bewertung des Meistertitels in Österreich

Im Nationalen Qualifikationsrahmen Österreichs (Qualifikationsregister) werden die Meister (die Meisterabschlussprüfung) dem NQR-Qualifikationsniveau 6 zugeordnet. Die Meisterqualifikationen wurden nicht einzeln, sondern in einem Verbund zugeordnet. Das bedeutet, dass alle Meisterqualifikationen auf NQR-Qualifikationsniveau 6 sind. siehe auch www.qualifikationsregister.at.

Folgende fünf Qualifikationen sind beispielhaft im Qualifikationsregister dargestellt:

  • Fleischermeister/in
  • Friseurmeister/in
  • Kraftfahrzeugtechnikmeister/in
  • Orthopädieschuhmachermeister/in
  • Spenglermeister/in

Um international transparenter zu machen, welche Kompetenzen im jeweiligen Bildungssystem erworben werden, definiert der NQR Österreich acht Niveaus, die den acht Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) entsprechen. Der Meister ist damit auch Niveaustufe 6 des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR).

Die österreichischen Lehrgänge der Weiterbildung bieten damit die Möglichkeit die Qualifikation Meisterprüfung für den Zugang zu einem Mastergrad der Weiterbildung zu nutzen. Auf Grundlage einer erfolgreich absolvierten Meisterprüfung kann die Lehrgangsleitung die Zulassung zum Masterstudium auch ohne Matura auszusprechen.

Bewertung des Meistertitels in Deutschland

Der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen www.dqr.de - ein Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des deutschen Bildungssystems – weist dem Meister, der Meisterin das DQR-/EQR-Niveau 6 zu (was dem Bachelorniveau entspricht).

Lehrgänge der Weiterbildung des AIM der Fachhochschule Burgenland und somit auch alle ASAS MBA Fernstudien können auch ohne Matura nach erfolgreich absolvierter Meisterprüfung begonnen werden. Auch ein Regelstudium ohne Matura aber mit Meisterprüfung ist in Deutschland und Österreich (an Fachhochschulen) möglich.


Auch gut zu wissen: Mit der Novelle zur Gewerbeordnung vom 8. Juli 2020 wurde der Meister- und Meisterinnentitel in Österreich eintragungsfähig, d.h. er wird in offiziellen Dokumenten nun auch eingetragen.

Zwar waren Personen, die eine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben, schon derzeit berechtigt, sich mit Bezug auf das jeweilige Handwerk als „Meisterin“ oder „Meister“ zu bezeichnen. Nun dürfen Handwerksmeister/-innen die Bezeichnung „Meisterin“ bzw. „Meister“ auch vor ihrem Namen führen. Dies darf in vollem Wortlaut oder auch in Kurzform erfolgen (z.B. „Mst.“, „Mst.in“ oder „Mstin“). Es darf auch die Eintragung in amtlichen Urkunden verlangt werden (z.B. Reisepass, Führerschein, Personalausweis u.a).

Damit wird der handwerkliche Meister erheblich aufgewertet und die hohe Qualifikation der Meisterin und des Meisters sichtbar gemacht.


Gerne informieren wir Sie auch in einem persönlichen Telefonat:

Mag. Evelyn Oberhuber - +43 676 6129589